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Kalorien zählen

Kalorien zählen – muss das sein?!

Wer abnehmen möchte, sollte besser Kalorien zählen…

Das Internet ist voll von Artikeln und Diskussionen zum Thema “Kalorien zählen”, sobald es ums Abnehmen geht. Die einen schwören drauf, die anderen meinen, Kalorien zählen wäre etwas für Essgestörte. Solche Verallgemeinerungen sind absolut schwachsinnig! Mein Tipp: Mache in einer ruhigen Minute selber mal den Versuch und schätze die gegessenen Kalorien des heutigen Tages ein, danach gibst Du alles, und ich meine wirklich alles, in einer Kalorienzähler-App ein. Und?

Fakt ist, dass die meisten Menschen ihre tägliche Kalorienaufnahme leider häufig unterschätzen und ihren Kalorienverbrauch beim Sport überschätzen, weshalb sie beim Abnehmen weniger erfolgreich sind, als sie es sein könnten. Frust kommt auf und im schlimmsten Fall wird das Vorhaben, etwas an Gewicht zu verlieren, über Bord geworfen. Dabei ist die Rechnung bei gesunden Menschen eigentlich ganz simpel: Iss weniger als du verbrauchst und du nimmst ab. Entscheidend ist also, dass die Kalorien-Bilanz negativ ist.

Wie berechnet sich die Kalorienbilanz?

Die Formel ist einfach:

Kalorienbilanz = Kalorienaufnahme – Kalorienverbrauch

Beispiel: Hannah hat gestern 1.560 Kalorien zu sich genommen und 1.870 Kalorien verbraucht, damit entspricht ihre Kalorienbilanz für den gestrigen Tag -310 Kalorien. Hannah erreichte damit eine negative Kalorienbilanz, die zu einer entsprechenden Gewichtsabnahme führt.

Wie setzt sich der Kalorienverbrauch zusammen?

  1. Grundumsatz: Es gibt viele Webseiten, wo Du Deinen Grundumsatz bzw. Ruheumsatz recht zuverlässig berechnen kannst. Der Grundumsatz ist die Energie, die der Körper in absoluter Ruhezustand zum Erhalt seiner Grundfunktionen benötigt. Dieser Wert ist hauptsächlich vom Alter, Geschlecht, Gewicht sowie von Deiner Körpergröße abhängig.
  2. Leistungsumsatz: Das ist der Energiebedarf für Aktivitäten in Beruf und Freizeit, der zum Kalorien zählen mit FitbitGrundumsatz noch dazukommt. Auch hierfür gibt es Formeln und Webseiten, die Annahmen zum Leistungsumsatz machen. Ich bevorzuge das Tracken meiner Aktivitäten mit einer entsprechenden digitalen Uhr, die ohne Unterbrechung den Puls misst und diese Werte beim Kalorienverbrauch einfließen lässt.

Irgendwann kann man das Kalorien zählen doch sein lassen, oder?

Schön wär’s. Selbst jahrelange Erfahrung mit dem Eingeben von Nahrungsmitteln in der richtigen Menge schützt einen leider nicht davor, dass man die Kalorien ohne App trotzdem falsch einschätzt. Ich spreche hier auch aus Erfahrung. Nach 2 Jahren dachte ich, jetzt müsste ich es doch auch so wissen! Was ist passiert? Ich habe gaaaaanz langsam, quasi ohne es zu bemerken, leicht zugenommen. 1 kg Körperfett entspricht bekanntlich 7.000 Kalorien. Wenn man jeden Tag auch nur 100 Kalorien mehr zu sich nimmt als man verbraucht, hat man es in einem Jahr, sprich in 365 Tagen, geschafft, 36.500 Kalorien mehr zu essen als man verbraucht hat. Das sind umgerechnet mehr als 5 kg Körperfett! Da vergeht einem schnell das Lachen.

Welche Kalorienzähler-App soll ich nutzen?

App zum KalorienzählenDu möchtest es mit dem Kalorien zählen versuchen? Herzlichen Glückwunsch! Es gibt im Internet einige Seiten, die verschiedene Kalorienzähler-Apps bewerten und miteinander vergleichen. Mir haben diese Testberichte nicht so wirklich viel gebracht, da man selber doch bestimmte Ansprüche an der Funktionalität einer App hat. So war mir zum Beispiel wichtig, dass ich Rezepte in der App hinterlegen kann, die ich häufiger koche, um so Zeit bei der Eingabe zu sparen. Auch die Makro- und Mikrowerte sind mir sehr wichtig, da ich auf eine bestimmte Makro-Verteilung (Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß) achte und auch sicherstellen möchte, dass ich meinen Mikronährstoff-Haushalt (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) auch während einer Diät im Griff habe. Ich habe mehrere Apps ausprobiert und habe mich letztendlich für die App “FDDB Extender” entschieden. Für den Anfang reicht die Gratis-Version völlig aus. Wer irgendwann mehr als 50 Rezepte anlegen sowie Details zu Makro- und Mikronährstoffe analysieren möchte, kann dann später immer noch einen Premium-Account (s. Foto) abschließen, ohne die Datenhistorie zu verlieren.

Und was mach ich, wenn ich unterwegs bin?

Wenn man unterwegs ist und kein abgewogenes Essen dabei hat, hilft nur noch eins: schätzen. Hier hilft einem dann irgendwann die gesammelte Erfahrung beim Eingeben der Kalorien. Die meisten Apps bieten aber auch Hilfestellung, indem z.B. eine Durchschnittsportion ausgewählt werden kann oder bestimmte Größen zur Auswahl aufgelistet werden (z.B. eine mittelgroße Paprika wiegt ca. 150 g).

Buchempfehlung “Fettlogik überwinden”

Fettlogik überwinden

Zum Schluß möchte ich noch ein tolles Buch zum Thema Abnehmen, Kalorien zählen und Kalorienbilanz empfehlen: “Fettlogik überwinden” von Dr. Nadja Hermann. Ich beschäftige mich zwar schon lange mit dem Thema und die meisten Infos in dem Buch waren mir bekannt. Dennoch hat mir dieses Buch endlich die Angst genommen, auch über einen längeren Zeitraum ein Kaloriendefizit zu fahren, weil die Autorin auf eine sehr charmante aber auch unverblümte Art und Weise mit den vielen Diät-Mythen aufräumt. Besonders erfreulich: Bei mir zeigt dieses Umdenken schon deutliche, erste Erfolge!

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